Wittenberg

Geflügelpest-Ausbruch in Kemberg: Strenge Maßnahmen für Tierhalter!

Am 28. März 2025 wurde im Landkreis Wittenberg ein Ausbruch der Geflügelpest in Kemberg festgestellt. Laut n-tv sind private sowie gewerbliche Tierhalter aufgefordert, strenge Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Vögel müssen in Ställen oder Volieren gehalten werden; ein Transport der Tiere ist nicht gestattet.

Zusätzlich sind besondere Hygienemaßnahmen erforderlich. Veranstaltungen wie Geflügelausstellungen sind in der eingerichteten Schutzzone und der Überwachungszone untersagt. Ab dem 2. April 2025 werden vier Teams aus Tierärzten und Mitarbeitern der Kreisverwaltung die Einhaltung dieser Vorgaben überwachen und den Gesundheitszustand der Tiere prüfen. Aktuell sind rund 51 Geflügelhalter von den Maßnahmen betroffen.

Schutzzonen und Überwachungsmaßnahmen

Die Schutzzone erstreckt sich über einen Radius von mindestens drei Kilometern um Kemberg. In dieser Zone sind folgende Orte betroffen: Kemberg, Gaditz, Gommlo, Dorna sowie Teile von Bad Schmiedeberg, einschließlich Merkwitz und Schnellin. Die Überwachungszone hat einen Radius von etwa zehn Kilometern, und umfasst eine Vielzahl von Städten und Ortschaften wie Wittenberg, Pratau, Wachsdorf und Bergwitz. Insgesamt sind zahlreiche weitere kleine Gemeinden betroffen, was die Anzahl der betroffenen Tierhalter erhöht.

Die Ausbreitung der Geflügelpest ist nicht neu. Aktuell ist vor allem der hochpathogene Subtyp H5N1 im Fokus. Laut BMEL tritt die Krankheit seit Ende Oktober 2020 in Deutschland auf und stellt eine ernsthafte Bedrohung für das Geflügel dar. Die Bundesregierung hat die Eindämmung dieser Tierseuche zur Priorität erklärt und setzt sich für eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen ein.

Bundesminister Cem Özdemir hat einen interdisziplinären Dialog initiiert, um den Herausforderungen der Tierseuche zu begegnen, wobei der Austausch mit Experten aus den Bereichen Veterinärmedizin, Virologie und Epidemiologie im Mittelpunkt steht. Trotz der Gefahrenlage wird die aktuelle Bedrohung für Menschen in Deutschland als äußerst gering eingeschätzt.

Die Bundesregierung hat seit 2006 kontinuierlich in Forschung und Prävention von Zoonosen investiert. Die neu geschaffene „One Health Platform“ bündelt die Anliegen verschiedener Ressorts und fördert trans- und interdisziplinäre Forschungsverbünde zur Verbesserung der Vorbereitung auf zukünftige Infektionsausbrüche.

In Anbetracht der aktuellen Lage sind umfassende Maßnahmen erforderlich, um die Ausbreitung der Geflügelpest auf ein Minimum zu reduzieren und die Tiergesundheit zu fördern. Tierhalter sind daher angehalten, sich strikt an die Vorschriften zu halten und bei Verdachtsmomenten sofort zu melden.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
n-tv.de
Weitere Infos
landkreis-wittenberg.de
Mehr dazu
bmel.de

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