
Pendler und Reisende in Berlin müssen aktuell auf einer wichtigen Bahnverbindung zwischen Hannover und der Hauptstadt mit längeren Reisezeiten rechnen. Aufgrund von Baustellen bei der Deutschen Bahn sind erhebliche Einschränkungen zu erwarten. Laut berlin-live.de können Fahrgäste nun statt der gewohnten 1,5 bis 2 Stunden mindestens 45 Minuten zusätzliche Zeit einplanen.
Diese Bauarbeiten sind besonders im Abschnitt zwischen Rathenow und Staffelde an der Oberleitung angesiedelt. An Wochenenden wird zudem zwischen Wolfsburg und Stendal an Brücken gearbeitet. Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Züge fallen aus, und Haltestellen wie Berlin-Spandau, Berlin Hauptbahnhof, Berlin Südkreuz und Berlin Ostbahnhof entfallen während der gesamten Bauzeit.
Umleitungen und Ersatzhaltestellen
Als Folge der Bauarbeiten sind bestimmte Streckenabschnitte bis zum 14. April 2025 gesperrt. Darunter befindet sich die Verbindung zwischen NRW, Hannover und Berlin, die mit (Teil-)Ausfällen und Umleitungen zu kämpfen hat. S-Bahn Berlin informiert, dass Fernverkehrszüge in Wolfsburg während der Bauarbeiten nicht halten. Reisende werden auf Ersatzhaltestellen in Braunschweig, Magdeburg und Potsdam verwiesen.
Besonders betroffen sind auch die Sprinter der ICE-Linie 9 und ICE-Linie 14 nach Berlin, die komplett entfallen. Um zusätzlichen Stress für die Nutzer zu vermeiden, empfiehlt die Bahn, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Abfahrts- und Ankunftszeiten zu informieren.
Aktuelle Störungen im S-Bahnverkehr
In Berlin und Umgebung finden derzeit weitere Baumaßnahmen statt, die ebenfalls zu Einschränkungen im S-Bahnverkehr führen. So entfällt der Halt an der Wollankstraße bis ins Jahr 2027, während Strecken wie Charlottenburg <> Ostkreuz und Warschauer Straße <> Ostbahnhof bis zum 11. April unterbrochen sind. Ersatzbusse stehen zur Verfügung, um die engmaschige Anbindung sicherzustellen.
Angesichts dieser Baumaßnahmen zeichnet sich ein Bild ab, das für Reisende in der Hauptstadt herausfordernd ist. Täglich werden rund 26 Millionen Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) befördert. Laut dem VDV ist der ÖPNV ein bedeutender Bestandteil der umweltfreundlichen Mobilitätswende in Deutschland, wobei die Nutzung seit 2022 wieder steigt.
Die Verkehrsleistung und die Einsparungen bei Treibhausgasemissionen belegen die Relevanz des ÖPNV. 2023 transportierten VDV-Unternehmen 290 Millionen Tonnen Güter im Schienengüterverkehr, während täglich etwa 10 Millionen Autofahrten durch den Einsatz öffentlicher Verkehrsmittel ersetzt werden. Solche Statistiken unterstreichen die Notwendigkeit fortlaufender Investitionen in die Infrastruktur, um den Anforderungen der wachsenden Passagierzahlen gerecht zu werden.