
Am 3. April 2025 steht der Salzlandkreis ganz im Zeichen der Seniorenprävention. Die polizeiliche Initiative zielt darauf ab, die Sicherheit älterer Bürger zu erhöhen und sie über potenzielle Gefahren aufzuklären. Die Veranstaltung umfasst verschiedene Aktivitäten, die an mehreren Standorten im Landkreis stattfinden.
Besonders in Aschersleben werden die Teilnehmer in den Räumlichkeiten des Besthornhauses in der Hecknerstraße aktiv. Hier organisiert die Verkehrswacht eine Präventionsveranstaltung, die sich auf die Verkehrssicherheit konzentriert. Die Polizei wird ihren „Fahrsinntrainer“ für Radfahrer bereitstellen, um gefährliche Verkehrssituationen zu simulieren. Teilnehmer können dabei ihre Reaktionen auswerten, um so aus den Erfahrungen zu lernen. Zudem kommt eine VR-Brille zum Einsatz, die realistischere Verkehrssimulationen ermöglicht.
Informationsstände in Schönebeck und Bernburg
In Schönebeck und Bernburg werden ebenfalls Informationsstände der Regionalbereichsbeamten eingerichtet. In Schönebeck findet der Stand im EDEKA-Markt an der Stadionstraße von 09:00 bis 12:00 Uhr statt. In Bernburg dagegen wird der Stand im Kaufland in der Zepziger Straße zur gleichen Zeit präsent sein. Beide Stände thematisieren aktuelle Betrugsmaschen, Verkehrssicherheit und Eigentumssicherheit. Zudem erhalten die Besucher Informationsmaterialien, die ihnen helfen sollen, sich besser zu schützen.
Die Polizeidienststelle hat die Veranstaltungen in enger Abstimmung mit Seniorenheimen und sozialen Einrichtungen im Salzlandkreis vorbereitet. Diese Angebote sind ausschließlich für angemeldetes Publikum zugänglich, um eine persönliche Beratung zu ermöglichen. Interessierte Senioren können für Fragen und Anregungen die Telefonnummer 03471-379-212 oder die E-Mail-Adresse za.prev-slk(at)polizei.sachsen-anhalt.de kontaktieren.
Ängste und Sicherheitsgefühl älterer Menschen
Die Polizei nimmt die Sorgen älterer Menschen ernst. Statistiken zeigen, dass Senioren im Vergleich zu jüngeren Menschen eine geringere Wahrscheinlichkeit haben, Opfer von Straftaten zu werden, wenngleich diese statistische Größe konstant bleibt. Dennoch empfinden viele ältere Bürger ein Gefühl der Unsicherheit, besonders zu bestimmten Tageszeiten und in speziellen Situationen. Deshalb wird Seniorenprävention besonders durch Informationsveranstaltungen in der Region gefördert.
Die Sicherheitsberatung der Polizei in Nordrhein-Westfalen, wie auch die hessischen Initiativen, leisten ihren Beitrag zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls älterer Menschen. Die Beratungen umfassen Tipps zum sicheren Verhalten im häuslichen Bereich und im öffentlichen Raum sowie zur Verkehrssicherheit. Zudem sind ehrenamtliche Seniorenberater aktiv, die eigenständig Veranstaltungen durchführen und im Austausch mit Senioren stehen, um spezifische Anliegen und Fragen zu klären.
Genau diese Form der Unterstützung und Aufklärung ist notwendig, um ältere Menschen zu aktivieren und ihnen Sicherheit in ihrem Alltag zu geben. Angebote wie die Sicherheitsberatung sind darauf ausgelegt, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und im Bedarfsfall einen schnellen Kontakt zu Verwaltung oder Polizei zu ermöglichen. Diese Initiativen sind Teil eines umfassenden, landeseinheitlichen Präventionsprogramms, das in Hessen unter der Dachmarke „Gemeinsam Sicher in Hessen“ läuft und speziell auf die Bedürfnisse älterer Bürger eingeht.
Die Bestrebungen, die älteren Mitbürger über Sicherheitsaspekte aufzuklären, untermauern, wie wichtig die Polizeiarbeit in diesem sensiblen Bereich ist. So wird durch die geplanten Veranstaltungen nicht nur das Sicherheitsgefühl gestärkt, sondern es wird auch ein wertvoller Raum für Dialog und Information geschaffen, der für die Zielgruppe von großem Nutzen ist.